Johanna Mahaffy / Nils Arztmann / Komödie der Verführung /Arthur Schnitzler / Theater in der Josefstadt / Premiere 03.09.2026 um 19:30 



Wien, Sommer 1914. Europa steht am Rande des Abgrunds, doch unverdrossen trifft sich die höhere Gesellschaft zum Feiern. Der Prinz von Perosa lädt zum Maskenball. In dessen Zentrum tanzen drei selbstbewusste Frauen: Die heiß umworbene Gräfin Aurelie beginnt just mit dem verwegenen Max von Reisenberg ein Verhältnis, das von vornherein unter keinem guten Stern steht. Denn dieser umwirbt auch die schöne Sängerin Judith, die wiederum in den Mann ihrer Schwester verliebt ist. Trotzdem lässt sich Judith auf Max ein, stellt aber klare Bedingungen  – eine Liebesnacht, nicht mehr. Auch Seraphine, eine aufstrebende Violinistin, hat eine Romanze mit Max. Aber als sie ein Kind von ihm erwartet, entschließt sie sich, dieses Kind allein großzuziehen und weist ihn zurück.

Buch & Regie: Ildikó Gáspár
Bühnenbild: Lili Izsák
Kostüme: Luca Szabados
Komposition: Tamás Matkó
Choreographie: Emese Cuhorka
Video: András Juhász
Dramaturgie: Franzsika Trinkaus
Licht: Pepe Starman
Live-Musik: Flora Lili Matisz
Live-Video: Balázs Domokos

MIT:
Seraphine: Lili Winderlich
Aurelie: Silvie Meisterle
Braunigl: Roman Schmelzer
Falkenir: Joseph Lorenz
Fürstin: Ulli Maier
Hoteldirektor: Robert Joseph Bartl
Julia: Susa Meyer
Arduin: Johannes Zirner / Alexander Absenger
Ambros: Martin Niedermair
Westerhaus; Matthias Luckey
Judith: Johanna Mahaffy
Max: Nils Arztmann


 
Pressestimmen:

Da sind die offensive Sängerin Judith (Johanna Mahaffy), die zielstrebige Geigerin Seraphine (Lili Winderlich) und ihre dauer-unglückliche Schwester Julia (Susa Meyer). So turbulent die Inszenierung, so genau sind die Charaktere gezeichnet. Das sind starke Frauen aus Fleisch und Blut, die mitten im Leben stehen und nicht mit sich spielen lassen.“ (Nachtkritik, 04.09.2026)

Silvia Meisterle gibt eine herrlich abgespannte Gräfin Aurelie (die optisch an Uma Thurman als Mia in Pulp Fiction erinnert), die kurzzeitig mit dem Freiherrn Ulrich von Falkenir (Joseph Lorenz im Anzug mit Nietengürtel) verlobt ist, aber auch vom Schriftsteller Ambros (Martin Niedermair) umschwärmt wird, schließlich aber am selben Abend ein Verhältnis mit dem kecken Jungspund Max von Reisenberg (grandios zwischen rasender Liebe und perfidem Opportunismus wechselnd: Nils Arztmann) beginnt.” (Salzburger Nachrichten, 04.09.2026)


Drei Frauen und ihre wechselvollen Verliebtheitsrichtungen stehen im Zentrum dieser aufgeblähten Handlung, allesamt tragisch (zumindest zwei), weshalb das Etikett Komödie nur zur Zierde aufgesetzt bleibt. Gräfin Aurelie (Silvia Meisterle als Lookalike-Mia-Wallace aus Pulp Fiction), die Sängerin Judith (ein Bollwerk der Aufmunterung: Johanna Mahaffy) und die aufstrebende Violinistin Seraphine (neu im Ensemble: Lili Winderlich als tiefgründiges Geschöpf aus dem Horváth-Universum).” (Der Standard, 04.09.2026)
©Fotos: C43